Rudolf Mandrella

Aus Romano-Guardini-Handbuch
Version vom 28. Januar 2025, 16:12 Uhr von Helmut Zenz (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „'''Rudolf Mandrella''' (1902-1943) war ein deutscher Widerstandskämpfer aus der Jugendbewegung des Quickborn == Biographie == * gebürtiger Auschwitzer * langjähriges Quickborn-Mitglied * als Jugendlicher nach dem Ersten Weltkrieg zunächst sehr "deutschnational"-konservativ * Freiwilliger des Oberschlesischen Grenzschutzes; Teilnahme an den deutsch-polnischen Auseinandersetzungen in Oberschlesien * 1920 Abitur; anschließend zunächst Tätigkeit als Z…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Rudolf Mandrella (1902-1943) war ein deutscher Widerstandskämpfer aus der Jugendbewegung des Quickborn

Biographie

  • gebürtiger Auschwitzer
  • langjähriges Quickborn-Mitglied
  • als Jugendlicher nach dem Ersten Weltkrieg zunächst sehr "deutschnational"-konservativ
  • Freiwilliger des Oberschlesischen Grenzschutzes; Teilnahme an den deutsch-polnischen Auseinandersetzungen in Oberschlesien
  • 1920 Abitur; anschließend zunächst Tätigkeit als Zollbeamter; zuletzt als Zollsekretär
  • 1923 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin; ermöglicht durch die vorherigen Einnahmen sowie die finanzielle Unterstützung seiner katholischen Freunde aus dem Quickborn
  • 1933 Assessor
  • 1936 Amtsgerichtsrat in Köpenick; Heirat mit Maria; Wohnung in Berlin-Karlshorst in der Königswinterstraße 24; drei Söhne
  • 1939 Widerstandstätigkeit nach der endgültigen Zerschlagung des Quickbornbundes
  • 1941 Freiwillige Meldung zur Kriegsmarine um der Einberufung zum Heer zu umgehen; zunächst Stationierung in Kiel, dann Versetzung als Intendanturrat nach Stettin
  • in Stettin Kontakt zur Pfarrei und zu Kaplan Simoleit und über ihn auch zu Lampert und Lorenz
  • 4./5. Februar 1943 Nächtliche Verhaftung durch die Gestapo nach der Gestapo-Aktion gegen die Lübecker und Stettiner Gruppe nach einer Denunziation wegen privater Äußerungen gegen das Regime (in diesen Kreis war ein Gestapo-Spitzel eingeschleust worden)
  • 12. Mai 1943: Todesurteil durch das „Reichskriegsgericht“ in Dessau wegen „Wehrkraftzersetzung“; während der Einzelhaft kann er Tagebuch führen; so notiert er im Blick auf die bevorstehende Hinrichtung: „Ich glaube, ich werde reif für den Sinn der Welt.“; beeindruckender Abschiedsbrief an seine Frau
  • 3. September 1943: Hinrichtung durch das Fallbeil im Zuchthaus Brandenburg-Görden

Beziehungen zu Guardini

  • außer seiner langjährigen Quickborn-Mitgliedschaft sind keine direkten Verbindungen zu Guardini bekannt.

Internet