Vorlage:1957 Rezensionen Rainer Maria Rilkes Deutung des Daseins

Aus Romano-Guardini-Handbuch
Version vom 18. März 2025, 09:32 Uhr von Helmut Zenz (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
  • [1957-000] Eva Cassirer-Somitz: Das Stunden-Buch: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Die Duineser Elegien, Die Sonette an Orpheus, Die Götter bei Rilke (Rainer Maria Rilke: Abhandlungen über seine Werke), 1957, S. 13 [neu aufgenommen] - [Monographie] - https://books.google.de/books?id=aqZEAQAAIAAJ oder https://books.google.de/books?id=-0oSAAAAMAAJ
    • S. 13: „So endet die Antwort auf Rilke´s Frage an die Engel: Wer seid ihr?[1) 2. Elegie]. Die dieser Frage voranstehenden Bilder sind uns fremder noch als das der Spiegel. In ihnen erscheint eine Verschmelzung allgemein religiös kirchlicher Vorstellungen mit Bildern, die Rilkes eigener Schau entstammen. – In der ersten Elegie spricht er von den „Ordnungen“ der Engel. Stufen, Ordnungen der Engel, ist uralte, immer wiederkehrende Vorstellung[2) Guardini: "Zu Rainer Maria Rilke's .Deutung und Dasein" sagt von dieser Strophe, dass sie zu den stärksten Leistungen dichterisch-seherischer Kraft gehört, welche die deutsche Dichtung besitzt“. Er widmet ihr mehrere Seiten und führt sie vor allem auf Dionysius Areopagita´s Schrift von der Himmlischen Hierarchie zurück, und nennt hellenistische Lehre, Paulus, Dionysius Areopagita für frühe Darstellungen der Engel. Wie weit Rilke diese Schriften selbst, oder, wahrscheinlicher, ihre Einwirkungen und ihren Widerklang durch die Zeiten hindurch gekannt hat, wissen wir nicht.“
  • [1957-000] K. J. Obenauer: Rezension zu: Guardini, Rainer Maria Rilkes Deutung des Daseins, in: Muttersprache, Lüneburg, 57, 1957, 9 [Mercker 3571] - [Rezension] - https://books.google.de/books?id=0tFbAAAAMAAJ
  • [1957-000] Friedrich Seebaß: Rezension zu: Guardini, Rainer Maria Rilkes Deutung des Daseins, in: Theologische Literaturzeitung, Leipzig, 82, 1957, 1, Sp. 61-63 [Mercker 3586] - [Rezension] - http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/thlz_082_1957/0043 und http://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PID=urn:nbn:de:bsz:21-dt-21014%7Clog00051
  • [1957-000] Herbert Singer: Rilke und Hölderlin, 1957 [neu aufgenommen] – [Monographie] - https://books.google.de/books?id=-3pcAAAAMAAJ
    • S. 66: „Wie solche Gehalte sich unter vielfachen anderen Einflüssen behaupten, läßt sich an der Achten[1) AW I 270 ff. Die Elegie ist häufig kommentiert worden. Auf sehr hohem Niveau interpretiert Romano Guardini (Zu Rainer Maria Rilkes Deutung des Daseins, Godesberg 3 1948); er verzichtet aber bewußt (ebd., S. 54 f.) auf eine Deutung, die den Intentionen des Dichters nachspürt, legt vielmehr die Maßstäbe der christlichen Offenbarung an und bewertet danach Dichtung und Dichter. Sein „Nachtrag zu einer Kollegstunde über Rilkes erste Elegie“ (Frankfurter Hefte 3 [1948], S. 346 ff.) sucht dieses Verfahren zu rechtfertigen und beruft sich dabei auf Hermann Kunisch, der sich seinerseits (Rilke und die Dinge, Köln 1946) auf Guardini beruft. Gegen Kunischs ausgesprochenen „Fehlgriff einer christlichen Deutung" hat bereits Gustav Konrad (Rainer Maria Rilke, Der Bund, Jb. 1947, S. 183 Anm.) protestiert. Mason (Schweizer Annalen 2 [1946/47], S. 82-85) weist Guardini mit gewichtigen Gründen zurück.] zeigen.]
    • S. 154: „Eine Beziehung Hölderlins Begriff des Offenen ist nicht festzustellen [8) [...] Guardini (aaO ., S. 53) nennt es den „Walterraum Gottes“, gibt aber zu (ebd ., S. 54), daß er Rilkes Gedanken „nicht aus ihnen selbst, sondern nur aus ihrem Verhältnis zu christlichen Lehren verstehen“ will.“]. Welt, geordneten Kosmos, gibt es beim frühen Rilke nur im Menschen, vor allem im Künstler; vom Dasein des Künstlers vermutet er schon sehr früh: „vielleicht hat man dann alles in sich. Vielleicht gibt es dann nichts, was man nicht in sich hat.“[9 ...]“