Vorlage:1956 Rezensionen Der unvollständige Mensch und die Macht
Aus Romano-Guardini-Handbuch
- [1956-203] Heinz Fleckenstein: Der „unvollständige Mensch“ (Rezension zu: Guardini, Der unvollständige Mensch und die Macht), in: Seele, Regensburg, 32, 1956, 2, S. 43f. [Gerner 339] - [Rezension] - [noch nicht online]
- [1956-204] S. Henkel: Eisenhüttentag Düsseldorf 1955, in: Bergakademie. Zeitschrift für Bergbau, Hüttenwesen und verwandte Wissenschaften, 8, 1956, S. 35 [neu aufgenommen] – [Artikel] - https://books.google.de/books?id=itMmLGopAdcC; zu Romano Guardini:
- S. 37: „In der Fortführung der bisherigen Tradition stand auch auf der diesjährigen Tagung ein philosophischer Vortrag, den in diesem Jahr der Münchner Professor R. Guardini übernommen hatte, mit dem Thema: Der unvollständige Mensch und die Macht. Guardini stellte fest, daß es eine verhängnisvolle Tatsache sei, daß der heutige Stand der Wissenschaft und Technik der Menschheit eine erschreckende Macht in die Hände gegeben habe und daß die Menschheit heute vielfach von dem Gefühl beherrscht sei, sie könne alles. Bei diesen Entwicklungen habe die Menschheit einen wesentlichen Bestandteil des eigentlichen „Menschseins" verloren, indem das Verstehen der Dinge und großen Zusammenhänge immer mehr in den Hintergrund tritt. Während bei den erwachenden Völkern Asiens beispielsweise diese seelische Kultur und innere Vertiefung durchaus noch lebendig sei, müsse der heutige Mensch des Abendlandes erst wieder lernen, still zu sein und sich zu sammeln und nach dem Sinn der Dinge zu suchen.“
- [1956-205] Robert Hürtgen: Rezension zu: Guardini, Der unvollständige Mensch und die Macht, in: Literarischer Ratgeber, München/Würzburg/Heidelberg, 43, 1956/57, S. 99 [Gerner 339] - [Rezension] - [noch nicht online]
- [1956-206] Rezension zu: Guardini, Der unvollständige Mensch und die Macht, in: Lebendiges Zeugnis, Paderborn, Sommersemester 1956, 2 (Juli 1956), S. 81 [Gerner 339] - [Rezension] - [noch nicht online]
- [1956-207] Der unvollständige Mensch und die Macht. Ein Vortrag von Romano Guardini, in: Werkhefte Katholischer Laien, Aschaffenburg, 10, 1956, 3 (März 1956), S. 69-72 (am 21. Februar 1956 in München) [Gerner 274] - [Artikel] - [noch nicht online]
- [1956-208] Alfred Püllmann: Der sinnlose Wettlauf. Übermüdung als Zeitsymptom, in: Westermanns Monatshefte, 1956, S. 60-62, zu Romano Guardini S. 62 (Verweis auf Guardinis Vortrag auf der Jahrestagung des Vereins Deutscher Eisenhüttenfachleute) [neu aufgenommen] - [Artikel] - https://books.google.de/books?id=tNnlAAAAMAAJ
- [1956-209] Karl Schaezler: Der Lebensstandard (Rezension von Härlin, Bericht für morgen), in: Hochland, 49, 1956, S. 281-283 [neu aufgenommen] – [Rezension] - https://books.google.de/books?id=TOsIAQAAIAAJ oder https://books.google.de/books?id=N1ovAAAAMAAJ
- S. 282: „Härlin ist alles andere als ein grundsätzlicher Feind der Technik – dies können heute ja tatsächlich nur schwärmerische Literaten sein. Er begrüßt beispielsweise die Automation und gibt unumwunden zu, daß die dynamische Marktwirtschaft sich nicht nur als weit, weit leistungsfähiger erwiesen hat denn die statische Kommandowirtschaft, sondern, recht verstanden, auch als sozialer. Aber auf das rechte Verstehen kommt es eben an, und das heißt: auf die Unterscheidung zwischen Freiheit und Willkür, auf die Einordnung der ethisch noch unmündigen Technik, der ethisch lax gewordenen Wirtschaft, darauf, „daß der Mensch lernt, nicht mehr nur die Energien der Natur, sondern die eigene Macht zu meistern“ [Guardini]. Die Funktionäre der Technik, der Wirtschaft und der Politik, die Bürokraten und die Interessenvertreter sind dazu allein nicht imstande. Es war wieder Guardini, der eines Tages auf einer kulturellen Veranstaltung von Montanindustriellen das Wort prägte, der Mensch sei inmitten riesenhafter Leistungen zum »unvollständigen Menschen“ geworden. Man kann dieses Wort auch sozial begründen; denn schon der Proletarier war eine durch Entwurzelung entstandene Kümmerform des Menschen, und die Vermassung ist nichts anderes als die Gesellschaftsform des unvollständigen Menschen.“