Vorlage:1959 Rezensionen Der Tod des Sokrates

Aus Romano-Guardini-Handbuch
  • [1959-000] Heinz Emunds: Zugänge zur Philosophie: ein besprechendes Auswahlverzeichnis für Leser, 1959 [neu aufgenommen] – [Monographie] - https://books.google.de/books?id=hT86AAAAMAAJ; zu Romano Guardini:
    • S. 24 f.: „5. Guardini, Romano: Der Tod des Sokrates Eine Interpretation der plato- nischen Schriften Euthyphron, Apologie, Kriton und Phaidon. 4. Auflage. 1956. 203 Seiten. (rowohlts deutsche enzyklopädie. 27.): „Die Philosophie hat ihren Namen und ihre entscheidenden , heute noch wirksamen Problemstellungen im vierten vorchristlichen Jahrhundert durch Plato erhalten. Seine Schriften, meist als Gespräche mit Sokrates abgefasst, gehören nach Form und Gehalt zu den reifsten Schöpfungen der Weltliteratur. Wer in seinem Leben Musse nur für einen einzigen philosophischen Text fände, der sollte Platos "Phaidon" lesen, das Buch vom Tode des Sokrates, von der Unsterblichkeit der Seele und von der Würde der Philosophie. Auch in der Übersetzung bleibt die Kraft spürbar, mit der Plato den Gedanken vom ewigen Reich der Ideen, den Mythos vom Leben nach dem Tode und das dramatische Geschehen um Sokrates zum Sprachwerk verdichtet hat. Die Ausgabe von Guardini11) - verbindet mit dem unauffällig gekürzten Abdruck des "Phaidon" noch drei frühere Dialoge Platos, die Sokrates unter Anklage, vor Gericht und im Gefängnis darstellen. In behutsamer Auslegung dieser Texte zeigt Guardini Schritt für Schritt, wie das Schicksal des Sokrates zum weltgeschichtlichen Beispiel für die platonische Sinndeutung des menschlichen Daseins wird. Acht Jahrhunderte später vollzieht sich mit der Bekehrung des Augustinus die endgültige Einschmelzung platonischen Gedankengutes in die Innerlichkeit des christlichen Glaubens. Ein einmaliges Ereignis wird so zum geistigen Angelpunkt der mittelalterlichen Geschichte. Augustins „Bekenntnisse" halten diesen Vorgang in leidenschaftlicher Selbstenthüllung fest.“
  • [1959-000] Alois Wurm: Rezension zu: Guardini, Der Tod des Sokrates, in: Seele, Regensburg, 35, 1959, 2, S. 45 [Gerner 339] - [Rezension] - [noch nicht online]
  • [1959-000] Klausur-Vorschlag: Caput XIII (1959) - https://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Heine/winter1314.htm
    • 1. Stellen Sie Heinrich Heines “Wintermärchen” kurz vor.
    • 2. Nun zu Caput XIII:
      • a) In welchem gedanklichen Zusammenhang stehen die einleitenden drei Strophen zur nachfolgenden Ansprache an den “armen Vetter”?
      • b) Welche (Um-)Deutung erfährt die Jesus-Gestalt und wie ist des Dichters Haltung zu ihr?
    • 3. In dem Buch “Der Tod des Sokrates” von Romano Guardini finden sich folgende Bemerkungen zur ironischen Haltung: “Was tut ein Mensch, wenn er gegen den anderen ironisch wird? Er bringt ihn in ein fragwürdiges Licht. Das könnte er auch ohne Ironie tun. Er könnte auch direkt etwas sagen, was den Angegriffenen sonderbar oder komisch erscheinen ließe. Doch würde das verraten, daß er plump ist und ihm nichts Gutes einfällt; die Ironie hingegen ist geistreich. Im direkten Angriff wäre noch ein anderer Nachteil. Wer ihn führte, wäre in die Situation verfangen; der Ironiker hingegen steht in ihr und zugleich über ihr. Sein Angriff zeigt ihn frei und überlegen. So sagt er Anerkennendes, aber in einer Weise, daß dabei Ungünstiges zum Vorschein kommt; er stimmt zu und unterstreicht dadurch den Widerspruch nur umso stärker; er tut harmlos und verwundet umso sicherer.” (Hamburg 1959 S. 16/17)
      • Fassen Sie Guardinis Gedanken in wenigen Worten zusammen und wenden Sie sie auf Caput XIII an. Worauf zielt Heines Ironie?